Die Grenze zwischen B2B und Direct-to-Consumer-Commerce verschwimmt zunehmend. Während DTC förmlich explodiert und bis 2029 rund 5,9 Billionen € erreichen soll – entdecken große Marken wie Allbirds und Carrier die Kraft von Unified Commerce, das beide Modelle umfasst. B2B-Käufer:innen erwarten heute die gleichen intuitiven, einfachen Kauferlebnisse, die sie als Konsument:innen genießen.
Die eigentliche Chance liegt nicht darin, zwischen den Modellen zu wählen, sondern flexible, anpassbare Kauferlebnisse zu schaffen, die beide bedienen. Dieser Leitfaden untersucht die Unterschiede zwischen Großhandel und DTC und zeigt, wie du personalisierte Commerce-Erlebnisse über diese Kanäle hinweg liefern kannst.
Was ist Direct-to-Consumer?
Ein Direct-to-Consumer-Unternehmen verkauft Produkte direkt an die Endkund:innen, normalerweise über eigene Vertriebskanäle wie eine E-Commerce-Website oder ein stationäres Geschäft.
Gymshark ist ein Beispiel für ein DTC-Unternehmen in der Fitnessbranche. Kund:innen können die Bekleidung nur über die Website der Marke, internationale Pop-up-Shops und den Londoner Store kaufen – die alle von der Marke selbst kontrolliert werden.
Vorteile
DTC ist ein beliebtes Geschäftsmodell – und das aus gutem Grund. Die größten Vorteile, wenn du Zwischenhändler:innen ausschaltest, sind:
- Größere Kontrolle: Das Fehlen von Großhändler:innen oder anderen Einzelhandelsgeschäften bedeutet, dass Direct-to-Consumer-Marken nur ihren Kund:innen verpflichtet sind. Sie können umschwenken, neue Produkte testen und das letzte Wort über Marketingmaterialien haben – Entscheidungen, an denen beim B2B-Verkauf möglicherweise andere Stakeholder:innen beteiligt sind.
- Kosteneinsparungen: Im Gegensatz zum Großhandel verkaufst du beim DTC Produkte zum empfohlenen Verkaufspreis. Du musst keine Gewinnmargen einbüßen, es sei denn, du bietest Rabatte an (was wiederum unter deiner Kontrolle steht).
- Größere Personalisierung: Da Endverbraucher:innen selten Produkte in großen Mengen kaufen, kannst du dir leisten, Produkte in kleinerem Maßstab zu personalisieren. Das ist eine große Chance, Geld zu verdienen; Kund:innen kaufen eher bei Händler:innen, die personalisierte Produkte anbieten.
- Zugang zu Kundenfeedback: Susana Saeliu, Mitgründerin und CEO von Pluto, sagt: „Es gibt keinen besseren Weg, die Gedanken der Kund:innen schnell zu erfahren als über unsere eigenen Customer-Experience-Kanäle. So wollten wir von Anfang an eine gute Kundenservice-Grundlage schaffen und den Ton für die Marke setzen; Ziel war es, zuerst diese Basis zu schaffen, bevor wir über andere Kanäle wie den Großhandel gehen."
- Schnellere Markteinführung: Hast du eine neue Produktidee? Da du direkten Kontakt zu deinen Endkund:innen hast, kannst du neue Ideen schnell validieren, bevor du mehr Ressourcen in die Produktentwicklung investierst.
Jamie Gemmell, Digital Manager bei LVI Thermosoft, sagt: „Die direkte Interaktion mit Kund:innen ermöglicht es uns, ihre Bedürfnisse, Vorlieben und ihr Feedback besser zu verstehen. Das hilft uns, neue Produkte zu entwickeln und bestehende zu verbessern, was zu höherer Kundenzufriedenheit und Loyalität führt."
Nachteile
Obwohl der DTC-Verkauf seine Vorteile hat, ist es kein garantiertes Erfolgsmodell. Nachteile des DTC-Verkaufs sind:
- Du hast die Kontrolle: Die ultimative Kontrolle über dein Unternehmen kann Segen und Fluch zugleich sein. Während es bedeutet, dass du leicht umschwenken und mit neuen Strategien experimentieren kannst, kann ein Mangel an Einblicken von Händler:innen – von denen viele möglicherweise weiter im Prozess sind als du – Probleme verursachen.
- Höhere Marketingkosten: Der DTC-Markt ist gesättigt, sodass du eine starke Value Proposition und ein Alleinstellungsmerkmal benötigst, um dich abzuheben. Du kannst nicht die bestehende Markenreputation eines Handelspartners nutzen, wenn du DTC verkaufst.
- Erhöhtes Risiko: Je diversifizierter dein Unternehmen ist, desto geringer ist die Chance, dass etwas schiefgeht und den Umsatz stört. Wenn du beispielsweise ein DTC-Unternehmen bist, das nur über eine E-Commerce-Website verkauft, was passiert, wenn die Website abstürzt? Wenn du Großhandel betreiben würdest, könnten Kund:innen ihre Produkte immer noch über Handelspartner:innen erhalten.
Ben Kuhl, CEO von Shelf Expression, fügt hinzu: „Es kann teuer sein, direkt an Verbraucher:innen zu verkaufen, da du für mehr vom Prozess verantwortlich bist. Und je nachdem, was du verkaufst, erreichst du möglicherweise nicht so viele Menschen, wie du könntest, wenn du Großhändler:innen nutzen würdest."
Was ist Großhandel?
Großhandel ist ein Geschäftsmodell, bei dem Unternehmen Produkte in großen Mengen zu niedrigeren Kosten an andere Unternehmen verkaufen. Käufer:innen erwerben Produkte in großen Mengen zu einem günstigeren Preis, als die Endkund:innen zahlen werden. Sie verdienen an diesem Aufschlag.
Großhandel ist ein großes Geschäft. Studien zeigen, dass dieses Business-to-Business (B2B) E-Commerce-Modell in Deutschland 2025 1,67 Billionen € verbuchen konnte.
Vorteile
Verschiedene Faktoren tragen zum Wachstum des Großhandels bei. Wichtige Vorteile des Großhandelsverkaufs sind:
- Größere Reichweite: Großhandelskund:innen haben in der Regel bereits ein Publikum. Wenn du beispielsweise Großhandel an ein Kaufhaus wie Kaufland oder Real verkaufst, erreichst du ein breiteres Publikum, das bereits mit der Marke vertraut sind. Das würde ein millionenschweres Werbebudget erfordern, um es über DTC zu erreichen.
- Höherer durchschnittlicher Bestellwert: B2B-Käufer:innen kaufen Produkte in großen Mengen zu einem reduzierten Preis. Dieser höhere durchschnittliche Bestellwert kann den Cashflow verbessern.
- Reduzierte Betriebskosten: Großhändler:innen haben oft eigene Vertriebsnetze, um Produkte in deinem Namen zu verteilen. Außerdem zahlst du beim B2B-Verkauf nur Fulfillment-Kosten – wie Versand, Fulfillment und Verpackungsmaterialien – für eine einzelne große Bestellung, anstatt für einzelne Artikel an die Endkund:innen.
- Ein:e Ansprechpartner:in: Susana von Pluto sagt: „Auch wenn es etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen kann, beim Aufbau deiner Marke von Anfang an rein auf Großhandel zu setzt, kann es langfristig weniger Aufwand bedeuten, wenn es darum geht, einzeln mit individuellen Kund:innen zu arbeiten."
- Natürliche Kundenbindung: Großhandelskund:innen wollen Beständigkeit. Wenn deine Produkte in ihren eigenen Geschäften eine hohe Verkaufsrate haben, werden B2B-Käufer:innen zurückkehren, um erneut zu kaufen. Diese vorhersehbaren Einnahmen erleichtern die Skalierung.
Jay Allen, CEO von Smith & Bradley, fügt hinzu: „Der Großhandelskanal erfordert Arbeit, um an Unternehmen zu verkaufen und neue Accounts zu finden. Es ist ein anderes Versand- und Finanzierungsmodell als DTC. Aber die Einnahmen und Gewinne helfen uns, die DTC-Seite des Geschäfts zu finanzieren und auszubauen.
„Letztendlich sind wir ein DTC-Hersteller, aber das Großhandelsgeschäft gibt uns mehr Präsenz auf dem Markt, mehr Einnahmen und mehr Verhandlungsmacht bei Lieferant:innen. Wir skalieren aufgrund dieser zusätzlichen Anstrengung."
Nachteile
Die Nachteile des Großhandelsgeschäftsmodells umfassen:
- Geringere Gewinne: Großhändler:innen verkaufen Produkte in großen Mengen, aber zu einem niedrigeren Preis. Das bedeutet, dass deine Gewinnmarge pro Produkt im Vergleich zum DTC-Verkauf niedriger ist.
- Weniger Kontrolle: Während du Orientierung geben kannst, haben Großhandelskund:innen die ultimative Kontrolle darüber, wie sie deine Produkte verkaufen. Nimm zum Beispiel Rabatte: Wenn Händler:innen unter deinen empfohlenen Verkaufspreis (RRP) gehen, können sie Kund:innen davon abziehen, direkt bei deiner Marke zu kaufen, wo die Gewinnmargen am höchsten sind.
- Beziehungsaufbau ist entscheidend: Der durchschnittliche B2B-Sales-Funnel umfasst bis zu 10 (Link auf Englisch) Entscheidungsträger:innen, die sich Zeit für ihre Entscheidung nehmen. Du benötigst wahrscheinlich ein Team, das Käufer:innen durch diesen Prozess führt und die Beziehung nach dem Kauf fortsetzt.
Unterschied zwischen Großhandel und DTC
Auch wenn Großhandel und DTC zusammenarbeiten, gibt es dennoch einige Unterschiede, die du kennen solltest.
Großhandelsbestellungen sind groß und werden durch Mindestabnahmemengen und Überlegungen zum Massenversand bestimmt. DTC-Bestellgrößen sind tendenziell viel kleiner (ein bis mehrere Artikel) und spiegeln das typische Kaufverhalten von Endverbraucher:innen wider, mit höheren Kosten pro Einheit und direktem Versand zur Haustür.
Sollte mein Unternehmen Großhandel oder DTC betreiben?
Großhandel und DTC sind unterschiedliche Geschäftsmodelle mit Vor- und Nachteilen. Wie entscheidest du, welches Modell du wählen sollst? Hier sind drei Dinge, die du bei der Entscheidung zwischen den beiden – oder bei der Bewertung, ob du beide betreiben solltest – berücksichtigen solltest.
Nachfrage nach Personalisierung
Es ist schwierig, Produkte in großen Mengen zu personalisieren, was beim Großhandelsverkauf Schwierigkeiten bereitet. Geschäftskund:innen kaufen Lagerware in großen Mengen. Sie bieten ihren eigenen Kund:innen selten Anpassungen an.
Wenn du Produkte mit einem hohen Grad an Anpassung verkaufst oder Personalisierung dein Unique Selling Point (USP) ist, könnte DTC die beste Option sein.
Michael Heckert, Inhaber von OurCoordinates, sagt: „Wir sind auf maßgefertigten, gravierten Schmuck spezialisiert. Da unsere Artikel hochgradig personalisiert und einzigartig sind, war das DTC-Geschäftsmodell aus unserer Sicht der beste Weg für das Unternehmen."
Branche
Einige Branchen unterliegen spezifischen Regelungen, die ein Problem darstellen können, wenn du direkt an Kund:innen verkaufst.
Zum Beispiel sagt Mike Black, Mitgründer des CBD-Wellness-Unternehmens Mellow Oak (Link auf Englisch), dass sein Unternehmen „zunächst ein reines E-Commerce-Modell betreiben wollte, aber schnell die Einschränkungen erkannte, die CBD-Produkte beim Online-Marketing haben."
Mike fügt hinzu: „Plattformen wie Google und Facebook beschränken die Werbung für CBD, was es schwierig macht, unsere Produkte zu bewerben. Infolgedessen begannen wir, Märkte zu bearbeiten und Beziehungen zu Großhandelskund:innen aufzubauen. Wir haben bisher großartige Ergebnisse mit unseren Großhandelsbemühungen gesehen, die uns helfen, eine Präsenz in der Community aufzubauen und höhere durchschnittliche Bestellwerte zu generieren.
„Wir haben festgestellt, dass unser kombiniertes Geschäftsmodell gut zu unserem Unternehmen passt. Wir können Kund:innen über beide Kanäle erreichen und konnten wertvolle Beziehungen zu Großhandelskund:innen aufbauen, während wir gleichzeitig die Möglichkeit behalten, direkt über unseren E-Commerce-Shop an Kund:innen zu verkaufen."
Kundenaufklärung
Großhandelskund:innen entscheiden sich oft für Produkte, die sich „von selbst verkaufen", mit minimalem Aufwand ihrerseits. Aber wenn du DTC verkaufst und stark in Kundenaufklärung investieren kannst, kann das eine Erfolgsformel für innovative oder stark demonstrierbare Produkte sein.
„Wir haben zunächst Großhandel mit unserem Luxus-Pergola-Produkt über ein Händlernetzwerk betrieben", sagt Stacy Elmore, Mitgründerin von The Luxury Pergola. „Wir sind zu DTC übergegangen und stellten fest, dass unser Markt für Kund:innen dramatisch zunahm. Das DTC bietet Zugang zu mehr Verbraucher:innen und bietet einen besseren Cashflow für unser Unternehmen."
Die Marke verkauft jetzt fast ausschließlich DTC. Stacy fährt fort: „Der größte Unterschied, der uns zum Wechsel veranlasste, ist, dass unser Produkt für den Außenbereich relativ innovativ ist. Es macht für uns mehr Sinn, die Vorteile direkt den Kund:innen zu zeigen, anstatt zu versuchen, Händler:innen oder Auftragnehmer:innen von den Vorteilen zu überzeugen und uns auf deren Marketingbemühungen zu verlassen."
Best Practices für den Verkauf über Großhandel und DTC
Der Verkauf sowohl über Großhandel als auch DTC bietet Händler:innen oft das Beste aus beiden Welten. Sie können über DTC experimentieren und neue Ideen validieren und von Großbestellungen mit Vorauszahlung durch den Großhandelsverkauf profitieren. Allerdings gibt es Risiken beim Verkauf über beide Kanäle.
So findest du die richtige Balance zwischen Großhandel und DTC, insbesondere im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld.
Definiere deine Direct-to-Consumer-Strategie klar
Zum ersten Mal Direct-to-Consumer zu verkaufen ist wie eine neue Brücke zu bauen und gleichzeitig zu versuchen, ältere nicht abzubrennen. In deinem Bestreben, die Kundenbeziehung und die wertvollen Daten, die damit einhergehen, zu besitzen, umgehst du vertrauenswürdige Handelspartner:innen.
Das Teilen deiner DTC-Ambitionen mit geschätzten Handelspartner:innen muss nicht in abgebrannten Brücken enden. Zwei der wichtigsten Überlegungen bei der Verwendung des Hybridmodells sind:
- Klaren Mehrwert für die Kund:innen bieten
- Keine Reibung in die Customer Journey einführen
Definiere deine DTC-Strategie klar, um potenzielle Kanalkonflikte (Link auf Englisch) oder die mögliche Kannibalisierung von Einzelhandelsumsätzen zu antizipieren. Das Ziel ist es, diese Konflikte zu lösen, bevor sie die Verbraucher:innen beeinträchtigen.
Wenn sich Käufer:innen fragen, ob sie dein DTC-Angebot möglicherweise günstiger bei einem großen Einzelhändler finden könnten, verzögern sie möglicherweise ihren Kauf.
Das Potenzial für Kanalkonflikte steigt, wenn Unternehmen sich auf DTC als Verkaufstreiber konzentrieren. Aber wenn es zur Information über neue Produktentwicklung oder zur Feinabstimmung der Marketingstrategie verwendet wird, kann deine DTC-Strategie die Verkäufe der Handelspartner:innen steigern und diese Beziehungen stärken.
The Honest Company, ein CPG-Unternehmen, das von Schauspielerin Jessica Alba gegründet wurde, treibt neue DTC-Verkäufe voran und steigert gleichzeitig den Umsatz für Handelspartner:innen. Verbraucher:innen, die direkt auf der Website der Marke kaufen, können Artikel, die sie am häufigsten verwenden, bündeln und als abobasierte Produkte liefern lassen:

Die Website des Unternehmens vernachlässigt seine Handelspartner:innen nicht und macht es Verbraucher:innen leicht, einen Einzelhandelsstandort in der Nähe zu finden, wenn sie lieber im Geschäft einkaufen.

Bewerte ebenso die Rolle von Rabatten in deiner DTC- versus Großhandelsstrategie.
Jay von Smith & Bradley sagt: „Das größte Problem sind in der Regel DTC-Aktionen, wenn du Lagerbestände im Großhandelskanal hast. Wir vereinbaren mit unseren Großhandelspartner:innen Aktionstermine: Keiner von uns kann Preise außerhalb festgelegter Zeiten im Jahr brechen.
„Das verhindert, dass wir unsere Großhandelskund:innen unterbieten, sowie umgekehrt, [und] setzt den DTC-Kanal unter Druck, ohne starke Rabatte gut zu performen."
Differenziere, um direkten Wettbewerb zu vermeiden
Handelspartner:innen zu umgehen ist nicht unbedingt ein Nullsummenspiel, bei dem deine DTC-Verkäufe die Verkäufe der Handelspartner:innen kannibalisieren. Verbraucher:innen können bei beiden kaufen, wenn ihnen ein überzeugender Grund gegeben wird und die richtigen Anreize geboten werden.
Liefere beides, indem du dein DTC-Angebot von dem differenzierst, was Handelspartner:innen in ihren physischen Geschäften anbieten. Bündle, brandmarke oder verpacke dein DTC-Angebot kreativ, um nicht direkt mit Handelspartner:innen zu konkurrieren.
Nimm Olipop, eine Marke, die in einer überfüllten Branche tätig ist: Dosenbeverage. Ihr Unique Selling Point ist, dass sie gesünder als traditionelle Limonade ist. Jede Dose ist gentechnikfrei, enthält neun Gramm Ballaststoffe und ist zuckerarm.
Um ihre Limonade zu vertreiben, verwendet Olipop ein Hybridmodell aus DTC und Großhandel. Die Differenzierung zwischen den Kanälen besteht darin, dass Kund:innen den Store Locator verwenden können, um die Geschmacksrichtung auszuwählen, die sie probieren möchten – von denen einige exklusiv für jeden Partner sind.

Online-Käufer:innen wird eine Liste von Großhandelskund:innen präsentiert, die den Artikel verkaufen – ein wirklich omnichannel Einzelhandelserlebnis, bei dem die Marke ihre Handelspartner:innen mit exklusiven Produkten unterstützt.

Neben exklusiven Geschmacksrichtungen differenziert Olipop beide Kanäle mit ihrem DTC-exklusiven Abonnementservice. Kund:innen, die direkt in ihrem Online-Shop kaufen, können 15 % sparen, wenn sie sich zu zweimonatlichen Käufen verpflichten.

Kooperiere beim Fulfillment
Unter dem Druck, mit Amazon zu konkurrieren (Link auf Englisch), Online-Bestellungen schneller zu versenden und anhaltende Störungen der Lieferkette zu überwinden, verwandeln Händler:innen ihre Geschäfte zunehmend in Mini-Lager und Fulfillment-Center.
Wenn du einfach mit DTC experimentierst oder nicht vorhast, Bestellungen selbst abzuwickeln, ist die Zusammenarbeit mit Händler:innen beim Fulfillment eine Win-win-Situation.
Rob Weatherhead, Gründer von Affordable Wines, sagt: „Unsere Branche hat viele Lieferprobleme durchgemacht, also mussten wir sicherstellen, dass wir diese überwunden haben und eine Lieferkette haben, die größere Bestellungen bedienen kann."
Erwäge ebenso, eine „Abholung im Geschäft"-Option als Teil deiner Online-DTC-Strategie anzubieten. Egal, ob du Bestellungen selbst abwickelst oder sie an Händler:innen auslagerst, dies gibt Verbraucher:innen zusätzliche Optionen und kann den Fußverkehr im Geschäft erhöhen. Erwäge, mit Handelspartner:innen zusammenzuarbeiten, um einen dedizierten Abholbereich für Online-Bestellungen zu schaffen oder möglicherweise ein Shop-in-Shop-Konzept, um ein Markenerlebnis zu liefern.
Du könntest sogar Handelspartner:innen fragen, ob sie Dark Stores haben, also Einrichtungen am Stadtrand großer Metropolregionen, die für die Öffentlichkeit geschlossen sind und speziell für die Abwicklung von DTC-Bestellungen vorgesehen sind.
Die Entscheidung, bei der Logistik zu kooperieren, ist eine von mehreren „Kaufen oder Bauen"-Entscheidungen, die du beim DTC-Einstieg treffen wirst.
Schließlich kann das Werben für eine Omnichannel-Strategie dich auch bei Handelspartner:innen beliebt machen. Investitionen, die du über Kunden-Touchpoints hinweg tätigst, können zu zusätzlichen Verkäufen führen, die Partner:innen ohne dich möglicherweise nicht getätigt hätten.
Omnichannel-Buyer-Journeys sind dynamisch. Was online beginnt, kann dazu führen, dass Verbraucher:innen in stationäre Geschäfte gehen, die sie ohne Anstoß durch deine DTC-Bemühungen möglicherweise nicht besucht hätten.
Steigere Partnerverkäufe mithilfe von Daten
Die Kundendaten, die du beim DTC-Verkauf sammelst, können verwendet werden, um Kanalpartner:innen bei der Verbesserung ihrer Gesamtgeschäfte zu helfen. Als Marke mit einer direkten Beziehung zu Kund:innen über Kanäle hinweg hast du Einblicke in den Kaufpfad, die Handelspartner:innen nutzen können, um nicht nur dein Produkt, sondern alle Produkte, die sie DTC verkaufen, besser zu vermarkten.
Tauche ein in deine frühen DTC-Anwender:innen, um zu lernen, was sie motiviert und wie man Anreize konstruiert, die den Umsatz steigern.
So hat Fit for Life ihre Beziehung zu Handelspartner:innen seit dem DTC-Einstieg gestärkt. Jedes Quartal prüft Fit for Life ihre stationären Händler:innen, verteilt Zeugnisse und bietet Schulungen an, die darauf abzielen, Partner:innen bei der Optimierung ihrer E-Commerce-Kanäle zu helfen.
Zum Beispiel empfehlen sie Handelspartner:innen:
- Sicherzustellen, dass jedes Produkt Varianten-SKUs hat, anstatt separate SKUs, damit seine Verkaufshistorie und Produktbewertungen angehängt sind
- Sicherzustellen, dass jedes Attribut in der richtigen Kategorie platziert ist – alle Yogamatten sind in der Yogamatten-Kategorie enthalten, anstatt in der Fitnessmatten-Kategorie – um das Kunden-Sucherlebnis zu verbessern
„Sie betteln uns um Daten", sagt Katrina High, Merchandising-Direktorin von Fit for Life. „Wir nehmen, was wir gelernt haben, und bieten es unseren Partner:innen an. Das ist offensichtlich gut für uns, aber es hilft ihnen auch, zusätzliche Verkäufe zu erzielen."
Shopifys Unified-Commerce-Ansatz geht noch einen Schritt weiter, indem Daten automatisch über B2B- und DTC-Vertriebskanäle hinweg synchronisiert werden. Händler:innen erhalten Echtzeit-Einblicke in deine meistverkauften SKUs und können den Lagerbestand entsprechend anpassen, was letztendlich zu besseren Margen und stärkeren Partnerschaften führt.
Verbessere das B2B-Kauferlebnis
Der DTC-Erfolg hängt davon ab, die Customer Experience kontinuierlich zu optimieren. Vergiss nicht, dasselbe für B2B-Käufer:innen zu tun. Shopifys einheitliches Datenmodell hilft, diese Bemühungen zu rationalisieren, indem Kunden-, Produkt- und Bestelldaten auf einer Plattform konsolidiert werden, was Marken eine Echtzeit-Ansicht ihres gesamten Geschäfts gibt, selbst wenn sie über B2B- und DTC-Kanäle verkaufen.
Die Automatisierung des Bestellprozesses für B2B-Käufer:innen macht euch beide nicht nur effizienter, sie kann auch neue Kund:innen anziehen. Shopify synchronisiert Großhandelspreise, Kontodetails und sogar DTC-Produktkataloge in einem einzigen Backend, sodass deine B2B-Käufer:innen das gleiche Echtzeit-Erlebnis wie DTC-Käufer:innen erhalten.
Nutze Shopifys E-Commerce-Automatisierungsfunktionalität, um zu bewerten, wo sich ein:e Großhändler:in im Kaufprozess befindet, und gezielte Marketingkampagnen zu liefern, die sie zum Kauf überzeugen.
Wenn beispielsweise ein:e B2B-Kund:in dein Großhandels-Antragsformular ausgefüllt und gesagt hat, dass sie nach Lagerbeständen mit hoher Verkaufsrate suchen, sende automatisch ein Whitepaper per E-Mail, das deine leistungsstärksten SKUs teilt. Eine Auswahl an Testimonials und praktischen Tipps zum Weiterverkauf der Produkte könnte den Deal besiegeln.
Michael Martocci, Gründer von SwagUp, sagt: „Wir haben jetzt Kund:innen, die bereit sind, Bestellungen über 50.000 US-Dollar online selbstständig zu platzieren, mit minimaler bis keiner Betreuung durch Vertriebsmitarbeiter:innen. Wenn du große B2B-AOVs [durchschnittliche Bestellwerte] mit geringem Vertriebsaufwand erzielen kannst, kannst du ein ziemlich profitables Geschäft aufbauen."
Finde eine E-Commerce-Plattform für B2B- und DTC-Transaktionen
Das Online-Shopping-Erlebnis für DTC- und Großhandelskund:innen wird immer ähnlicher. Mit Shopify kannst du beide Kundengruppen über denselben Shop bedienen. Shopifys einheitliches Datenmodell stellt sicher, dass Produktinformationen, Lagerbestände und Kundenprofile synchron bleiben, sodass deine Großhandelskäufer:innen und DTC-Käufer:innen beide ein optimales Erlebnis erhalten – egal wie oder wo sie einkaufen.
Colin Barceloux, CEO von Lively Root, sagt: „Eine der größten Prioritäten für uns war sicherzustellen, dass sich beide Teile des Geschäfts – D2C und B2B – vereint anfühlen. Gleiche Marke, gleiche Website, gleiche Qualität und vor allem gleicher Service.
„Der größte Fehler, den Unternehmen meiner Meinung nach machen, ist der Versuch, die beiden zu trennen. Je mehr ein Unternehmen beide Arten von Angeboten integrieren kann, desto besser wird es langfristig dastehen!"
Nutze Shopifys robuste B2B-E-Commerce-Plattform, um Großhandelspreise hinter einem passwortgeschützten Portal auf deiner Haupt-DTC-Website zu schützen.
Großhandelskund:innen können deine DTC-Website besuchen und sich anmelden, um:
- Großhandels- und UVP-Preise zu sehen
- Vorab vereinbarte Zahlungsbedingungen anzuzeigen
- Erinnerungen zu erhalten, wann ihre Rechnung fällig ist
- Stakeholder:innen einzuladen, frühere Bestellungen anzuzeigen
- Versandadressen anzupassen (wenn sie mehrere Standorte haben)
Brian Hawkins, CEO und Gründer von Ghost Bed, sagt: „Omnichannel ist dort, wo die Verkäufe sind, um eine Marke aufzubauen. Shopify ist die Plattform, um das zu tun, ohne nachts den Schlaf zu verlieren, und zu wissen, dass alles reibungslos läuft."

DTC vs. Großhandel: Es muss nicht das eine oder das andere sein
Das Schöne am E-Commerce ist, dass du online an jede:n verkaufen kannst, überall – unabhängig von der Kundschaft.
Der Verkauf über Großhandel und DTC bietet das Beste aus beiden Welten. Löse Cashflow-Probleme mit B2B-Bestellungen, die im Voraus in großen Mengen bezahlt werden, und sammle Kundendaten über eigene DTC-Kanäle. Stelle nur sicher, dass du jeden Kanal differenzierst, um keine der beiden Käufergruppen zu frustrieren.
Brauchst du Hilfe bei der Expansion? Erfahre mehr über den Verkauf über Großhandel und DTC mit unserem Omnichannel-Leitfaden.
DTC vs. Großhandel FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Direct-to-Consumer und traditionellem Einzelhandel?
Direct-to-Consumer (DTC) bedeutet, deine Produkte an die Endverbraucher:innen zu verkaufen. Wenn du jedoch mit Händler:innen zusammenarbeitest, verkaufst du Produkte in großen Mengen direkt an die/den Großhändler:in, die/der dann einzelne Produkte an ihren eigenen Kundenstamm weiterverkauft.
Was gilt als Direct-to-Consumer?
Direct-to-Consumer ist jede Art von Geschäft, das stattfindet, wenn die/der Verbraucher:in Produkte direkt von der Marke oder dem Hersteller kauft. Nikes DTC-Geschäft machte 2010 nur 15 % seines Umsatzes aus. Bis 2024 stieg diese Zahl auf 43 % (Studie auf Englisch).
Ist DTC günstiger?
Es ist oft günstiger, Produkte direkt von einer Marke zu kaufen als von ihren Handelspartner:innen. Das liegt daran, dass DTC-Marken höhere Margen haben und sich einen kleinen Rabatt oder Anreiz leisten können, um neue Kund:innen zu gewinnen.
Ist DTC profitabler als Großhandel?
Beim Verkauf des gleichen Lagervolumens ist DTC profitabler als Großhandel, weil du den vollen Preis für jeden Produktverkauf erhältst. Großhandelskund:innen hingegen kaufen Produkte in großen Mengen zu niedrigeren Kosten pro Einheit.





