Du bist unsicher, wie du deine Lohnabrechnung verwalten sollst? Dann bist du hier genau richtig.
Die Lohnabrechnung umfasst den gesamten Betrag der Löhne, den du deinen Mitarbeiter:innen für ihre Arbeit in einem bestimmten Zeitraum zahlst. Das passiert in der Regel monatlich.
Aber die Lohnabrechnung ist mehr als nur die korrekte Zahlung von Löhnen. Du musst auch:
- Mitarbeiterdaten sammeln
- den Nettolohn berechnen
- Steuern melden, einbehalten und zahlen
- Steuer- und Arbeitsgesetze einhalten
- Genaue Aufzeichnungen führen
Eine pünktliche Bezahlung ist entscheidend für die Teammoral und die langfristige Bindung deiner Mitarbeiter:innen.
Gleichzeitig bringt die Lohnabrechnung eine große Verantwortung mit sich. Für viele Shop-Betreiber:innen wirkt es trocken, zeitintensiv und stressig. Trotzdem ist eine saubere Umsetzung unverzichtbar. Nur so bleiben deine Mitarbeiter:innen zufrieden und dein Unternehmen erfüllt alle lokalen steuerlichen Vorgaben.
Dieser Leitfaden zeigt dir Schritt für Schritt, wie du die Lohnabrechnung einrichtest, sie im Alltag verwaltest und die Vor- und Nachteile verschiedener Lohnabrechnungssysteme abwägst, aus denen du wählen kannst.
Lohnabrechnung verwalten: 7 Schritte zum Erfolg
Mit diesen sieben Schritten kannst du deine Lohnabrechnung zuverlässig verwalten:
- Beantrage eine Steuernummer für Arbeitgeber:innen
- Sammle Steuerformulare von Mitarbeiter:innen ein
- Erstelle einen Lohnabrechnungsplan
- Entscheide, wie du Mitarbeiter:innen bezahlst
- Berechne den Bruttolohn pro Auszahlungsperiode
- Behalte Steuern ein und führe sie korrekt ab
- Reiche Steuerformulare ein und übermittle Lohnsteuerbescheinigungen
1. Beantrage eine Steuernummer für Arbeitgeber:innen
Um Mitarbeiter:innen einstellen und bezahlen zu können, brauchst du eine Arbeitgebersteuernummer. In Deutschland ist das die sogenannte Betriebsnummer. Diese beantragst du bei der Bundesagentur für Arbeit.
Du benötigst die Betriebsnummer für die Anmeldung deiner Mitarbeiter:innen bei der Sozialversicherung sowie für steuerliche Meldungen.
Du kannst die Betriebsnummer bei der Bundesagentur für Arbeit ganz einfach online beantragen. Der Antrag ist kostenlos. In der Regel erhältst du die Nummer innerhalb weniger Tage.
2. Sammle Steuerformulare von Mitarbeiter:innen ein
Für alle Mitarbeiter:innen, die du einstellst, musst du wichtige Unterlagen erfassen. Dazu gehören die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale, kurz ELStAM.
Deine Mitarbeiter:innen müssen dir diese Angaben spätestens am ersten Arbeitstag zur Verfügung stellen. Die Daten sind notwendig, damit du die Lohnsteuer korrekt berechnen kannst. Dazu zählen unter anderem Steuerklasse, Kinderfreibeträge und weitere Abzugsmerkmale.
Achte darauf, dass alle Angaben vollständig vorliegen und korrekt sind.
Deine Mitarbeiter:innen können ihre Steuerklasse oder andere relevante Informationen jederzeit beim Finanzamt ändern lassen. Bitte sie darum, dich über solche Änderungen zeitnah zu informieren. So kannst du die Lohnabrechnung verwalten und anpassen, ohne Fehler zu riskieren.
3. Erstelle einen Lohnabrechnungsplan
Der Lohnabrechnungsplan legt fest, wie oft du deine Mitarbeiter:innen bezahlst. Übliche Lohnabrechnungspläne sind:
- Wöchentlich: einmal pro Woche mit 52 Gehaltsabrechnungen pro Jahr
- Zweiwöchentlich: alle zwei Wochen mit 26 Gehaltsabrechnungen pro Jahr
- Halbmonatlich: zweimal im Monat mit 24 Gehaltsabrechnungen pro Jahr
- Monatlich: einmal im Monat mit 12 Gehaltsabrechnungen pro Jahr
In Deutschland gibt es keine gesetzliche Vorgabe, wie häufig du deine Mitarbeiter:innen bezahlen musst. Die monatliche Zahlung gilt jedoch als Standard und entspricht den Erwartungen der meisten Arbeitnehmer:innen.
Wenn du entscheidest, welcher Zahlungsrhythmus für deinen Laden am besten passt, solltest du drei Faktoren berücksichtigen:
- Kosten und Zeit: Eine wöchentliche Abrechnung verursacht den höchsten Aufwand, eine monatliche Zahlung ist am kostengünstigsten.
- Mitarbeiterpräferenzen: Die meisten Angestellten sind meist mit einer monatlichen Auszahlung zufrieden. Im Zweifel kannst du aber immer mit ihnen sprechen.
- Lohnabrechnung und Buchhaltung: Wöchentliche Abrechnungen erhöhen die Komplexität. Eine monatliche Abrechnung vereinfacht Prozesse und hilft dir, die Lohnabrechnung effizient zu verwalten.
4. Entscheide, wie du Mitarbeiter:innen bezahlst
Gängige Methoden zur Bezahlung von Mitarbeiter:innen sind die Überweisung oder die Barzahlung. Du kannst eine feste Methode vorgeben oder deinen Mitarbeiter:innen die Wahl lassen. Kläre das bereits im Einstellungsprozess und stelle sicher, dass dir alle notwendigen Informationen vorliegen, um die Bezahlung pünktlich abzuwickeln.
💡 PROFI-TIPP: Mit Shopify POS kannst du Rollen und Berechtigungen festlegen und klar definieren, welche Aktionen dein Ladenpersonal im POS-System ohne Freigabe der Geschäftsleitung durchführen darf. Dazu zählen zum Beispiel Preisänderungen oder individuelle Rabatte.
5. Berechne den Bruttolohn pro Auszahlungsperiode
Der Bruttolohn bezeichnet den Betrag, den deine Mitarbeiter:innen vor Steuern und Abzügen verdienen. Bei Angestellten berechnest du den Bruttolohn, indem du das Jahresgehalt durch die Anzahl der Zahlungsperioden teilst. Bei Mitarbeiter:innen auf Stundenbasis ermittelst du die geleisteten Arbeitsstunden pro Zahlungsperiode und multiplizierst sie mit dem vereinbarten Stundenlohn.
6. Behalte Steuern ein und führe sie korrekt ab
Für jede Zahlungsperiode musst du Steuern und Sozialabgaben einbehalten und abführen. Die Höhe der Abzüge hängt vom Einkommen und den individuellen steuerlichen Merkmalen deiner Mitarbeiter:innen ab.
Diese Abgaben umfassen Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer sowie Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung).
Hier sind einige Ressourcen, die dir bei der Berechnung, Einbehaltung und Zahlung der richtigen Steuern helfen:
- Bundesministerium der Finanzen
- Lohnsteuer-Rechner des Bundesfinanzministeriums
- Sozialversicherungsrechner
Du kannst deine Mitarbeiter:innen zusätzlich unterstützen, indem du sie ermutigst, Online-Rechner zu nutzen. So verstehen sie ihre Steuereinbehaltung und ihren Nettolohn besser.
7. Reiche Steuerformulare ein und übermittle Lohnsteuerbescheinigungen
Du musst monatlich eine Lohnsteueranmeldung beim Finanzamt einreichen. Mit dieser Anmeldung meldest du die einbehaltene Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer.
Die Vorgaben zur Lohnsteueranmeldung ändern sich regelmäßig. Prüfe deshalb vor jeder Abgabe die aktuellen Bestimmungen des Finanzamts, bevor du die Formulare ausfüllst und einreichst.
Zusätzlich erstellst du einmal pro Jahr Lohnsteuerbescheinigungen für deine Mitarbeiter:innen. Diese sind in der Regel bis Ende Februar für das jeweilige Vorjahr fällig. Das genaue Abgabedatum findest du in den aktuellen gesetzlichen Vorgaben.
Du bist außerdem dafür verantwortlich, die Sozialversicherungsbeiträge korrekt zu berechnen und an die zuständigen Träger abzuführen.
Behalte stets auch regionale steuerliche Regelungen im Blick. So stellst du sicher, dass du beim Lohnabrechnung verwalten alle Pflichten und Fristen erfüllst, die über die bundesweiten Vorgaben hinausgehen.
Tipps für die Verwaltung der Lohnabrechnung
Nachdem du jetzt weißt, wie du die Lohnabrechnung einrichtest, helfen dir die folgenden Tipps dabei, sie strukturiert und mühelos zu verwalten:
- Teile einen Lohnabrechnungskalender
- Führe Mitarbeiter- und Lohnabrechnungsunterlagen
- Informiere dich regelmäßig über Steuergesetze
- Stell Expert:innen für die Lohnabrechnung ein
- Bitte um Mitarbeiterfeedback
1. Teile einen Lohnabrechnungskalender
Ein Lohnabrechnungskalender ist ein geteilter Kalender, der Zahlungsperioden, Auszahlungstermine, Abgabefristen für Stundenzettel, Aufgaben rund um die Lohnabrechnung und Feiertage übersichtlich darstellt.
So hilft der Kalender deinen Mitarbeiter:innen, zu verstehen:
- wann sie bezahlt werden
- für welchen Zeitraum sie bezahlt werden
- mögliche Verzögerungen oder Änderungen bei Zahlungsterminen (zum Beispiel wegen eines Feiertags)
- ihre Fristen für die Abgabe von Stundenzetteln (bei Bedarf)
Du solltest nicht davon ausgehen, dass diese Informationen allen automatisch bekannt sind. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Mitarbeiter:innen nie eine Erklärung zu ihrer Gehaltsabrechnung erhalten haben. Dementsprechend verstehen viele von ihnen die enthaltenen Angaben nicht vollständig.
Warum sollte es bei Zahlungsterminen also anders sein? Ein klarer Lohnabrechnungskalender reduziert Verwirrung und vermeidet unnötige Rückfragen per E-Mail.
Auch für dich ist der Kalender ein wichtiges Werkzeug. Er zeigt dir relevante Aufgaben wie Zahlungsläufe und das Einreichen von Steuerformularen. So stellst du sicher, dass du deine Mitarbeiter:innen jedes Mal pünktlich bezahlst und die Lohnabrechnung zuverlässig verwaltest.
„Deine finanzielle Gesundheit hängt davon ab, wie du die Lohnabrechnung verwaltest“, sagt Courtney Quigley, Business Reputation Consultant bei Rize Reviews (heute Thrive Local). „Ein Lohnabrechnungskalender hilft dir, wichtige Termine, Feiertage und Urlaubszeiten im Blick zu behalten. Gleichzeitig unterstützt er dein Team dabei, Abgabefristen und Zahltage klar einzuordnen. Teile den Kalender mit Vorgesetzten und Manager:innen, damit sie ihn transparent an ihre Teams weitergeben können.“
2. Führe Mitarbeiter- und Lohnabrechnungsunterlagen
Sobald du Mitarbeiter:innen für deinen Laden einstellst, erstellst und pflegst du für jede Person umfangreiche Unterlagen. Dazu gehören unter anderem:
- Allgemeine Informationen: Name, Adresse, Sozialversicherungsnummer, Geburtsdatum
- Steuerunterlagen: elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale, Steuerklasse, weitere relevante Abzugsdaten
- Einstellungsunterlagen: Bewerbung, Notizen aus Vorstellungsgesprächen
- Zeit- und Anwesenheitsnachweise: Stundenzettel, geleistete Arbeitsstunden pro Tag und Woche, genommene Auszeiten, verbleibende Urlaubstage
- Lohnabrechnungsunterlagen: Lohnsatz, tägliche und wöchentliche Gesamtverdienste, Überstundenvergütung, Bonus- und Provisionszahlungen, Leistungen und Abzüge, Sozialversicherungsbeiträge, Spesenerstattungen, Dokumentation von Gehaltserhöhungen, Zahlungsperioden und Gehaltsabrechnungen
Nach deutschem Recht bewahrst du Lohnabrechnungsunterlagen mindestens drei, maximal bis zu 30 Jahren, auf. Einige Dokumente, etwa zu Rentenansprüchen oder betrieblichen Altersvorsorgemodellen, können längere Aufbewahrungsfristen erfordern.
Prüfe zusätzlich die Vorgaben deines Bundeslands. In einzelnen Fällen gelten längere Aufbewahrungsfristen als auf Bundesebene.
Du kannst Lohnabrechnungsunterlagen in Papierform oder digital speichern, etwa auf einem gesicherten Gerät oder mit spezieller Lohnabrechnungssoftware. In beiden Fällen ist eine sichere Aufbewahrung entscheidend, da es sich um sensible und vertrauliche Informationen handelt. Eine saubere Dokumentation hilft dir dabei, die Lohnabrechnung verwalten zu können und rechtliche Anforderungen zuverlässig zu erfüllen.
„Organisation ist der Schlüssel. Es ist entscheidend, dass du tadellose Lohnabrechnungsunterlagen führst“, sagt Will Lopez, Leiter der Buchhaltergemeinschaft bei Gusto.
„Bei jeder Lohnabrechnung fallen zahlreiche Aufgaben an, darunter korrekte Mitarbeitereinbehalte und regelmäßige Steuermeldungen. Richte einen sicheren Ort ein, an dem du Mitarbeiterformulare, Lohnsteuerbescheinigungen, Änderungen der Steuerklasse, Meldungen zu Neueinstellungen, Kopien eingereichter Steuerformulare sowie alle Daten zu Steuereinzahlungen, Stundenzetteln und Gehaltsabrechnungen aufbewahrst. Da Bundesländer unterschiedliche Anforderungen haben, auch für ausgeschiedene Mitarbeiter:innen, sorgen vollständige und gepflegte Unterlagen für reibungslose Prüfungen und helfen dir, Probleme frühzeitig zu erkennen.“
Organisation ist der Schlüssel. Es ist entscheidend, dass du tadellose Lohnabrechnungsunterlagen führst.
Will Lopez, Leiter der Buchhaltergemeinschaft bei Gusto
3. Informiere dich regelmäßig über Steuergesetze
Fehler bei der Lohnabrechnung können dich schnell Hunderte oder sogar Tausende Euro an Strafen kosten. Um die Lohnabrechnung korrekt zu verwalten, musst du steuerliche Vorgaben und gesetzliche Anforderungen regelmäßig prüfen. Nur so stellst du sicher, dass du:
- Steuern pünktlich einreichst und zahlst
- die Lohnabrechnung gesetzeskonform bearbeitest
- Überstunden korrekt berechnest und zahlst
- vollständige und genaue Lohnabrechnungsunterlagen führst
Eine Herausforderung besteht darin, mit Gesetzen Schritt zu halten, die regelmäßig aktualisiert werden. Eine weitere Herausforderung entsteht, wenn dein Laden wächst. Das betrifft zum Beispiel die Expansion in andere Länder, das Einstellen von Remote-Mitarbeiter:innen oder die Zusammenarbeit mit einer Mischung aus Vollzeit- und Teilzeitkräften sowie Auftragnehmer:innen.
Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, solltest du regelmäßig die Website des Bundesministeriums der Finanzen, die Steuerportale der Bundesländer sowie spezialisierte Steuerinformationszentren prüfen.
4. Stell Expert:innen für die Lohnabrechnung ein
Es kann passieren, dass die Aufgaben rund um die Lohnabrechnung mehr Zeit und Energie beanspruchen, als du aufbringen kannst. Das ist oft der Fall, wenn dein Team von zwei auf 20 Mitarbeiter:innen wächst, du weitere Standorte eröffnest oder den bestehenden Laden und die Community, die du betreust, deutlich ausbaust.
In solchen Situationen wird das Verwalten der Lohnabrechnung schnell stressig und unübersichtlich. Anstatt dir darüber schlaflose Nächte zu machen, kannst du Expert:innen für Lohnabrechnungen einstellen.
Möchtest du dein Unternehmen bewusst klein halten, aber Aufgaben abgeben, bietet sich eine Hybridlösung an. Das kann eine zusätzliche Rolle für bestehende Mitarbeiter:innen oder eine Freelance-Tätigkeit in Teilzeit sein.
Planst du hingegen Wachstum und brauchst umfassendere Unterstützung, kannst du eine erfahrene HR-Kraft für die Lohnabrechnung, externe Buchhalter:innen oder einen professionellen Lohnabrechnungsservice beauftragen. Diese Expert:innen erledigen die Aufgaben meist schneller und zuverlässiger. Zudem kennen sie aktuelle Gesetze und Vorschriften rund um die Lohnabrechnung.
„Die Lohnabrechnung ist komplex, deshalb solltest du ein eigenes Lohnabrechnungsteam aufstellen“, sagt Will Lopez. „Zu den wichtigsten Rollen im Prozess gehören die Anbieter:innen für Lohnabrechnung, Buchhalter:innen oder andere Finanzprofis sowie HR-Business-Partner:innen. Sobald dieses Team steht, teilt ihr die Aufgaben sinnvoll auf. Jede Person übernimmt einen klar definierten Teil des Prozesses und unterstützt dich dabei, die Lohnabrechnung zu verwalten und freizugeben.“
Zu den wichtigsten Rollen im Prozess gehören die Anbieter:innen für Lohnabrechnung, Buchhalter:innen oder andere Finanzprofis sowie HR-Business-Partner:innen.
Will Lopez, Leiter der Buchhaltergemeinschaft bei Gusto
5. Bitte um Mitarbeiterfeedback
Gestalte die Lohnabrechnung als offenen Austausch. Gehe nicht davon aus, dass deine Mitarbeiter:innen genau verstehen, wie die Lohnabrechnung funktioniert, oder dass sie damit zufrieden sind. Frage aktiv nach Feedback und kläre offene Punkte.
Du kannst den Austausch fördern, indem du gezielt fragst:
- Hast du Fragen oder Bedenken zur Nutzung oder Abgabe von Stundenzetteln?
- Möchtest du deine Gehaltsabrechnungen besser verstehen?
- Hast du Vorschläge zu unseren Lohnabrechnungsplänen?
- Ist unser Lohnabrechnungskalender klar und leicht verständlich oder fehlt etwas?
Da jede Person in deinem Unternehmen von der Lohnabrechnung betroffen ist, beteiligen sich viele Mitarbeiter:innen gerne an diesem Austausch. Das Feedback hilft dir dabei, Prozesse zu verbessern und die Bezahlung transparenter zu gestalten. Du kannst Fragen und Rückmeldungen außerdem nutzen, um interne Dokumente oder FAQs zu erstellen, die erklären, wie du die Lohnabrechnung verwaltest und welche Auswirkungen sie auf den Arbeitsalltag haben.
💡 PROFI-TIPP: Möchtest du kontrollieren, welches Personal Lagerbestände zählen, empfangen und anpassen kann? Definiere Rollen und Berechtigungen in deinem POS-System. So steuerst du klar, wer Zugriff auf Funktionen wie die Lagerverwaltung erhält und wer nicht.
So wählst du das passende System, um deine Lohnabrechnung zu verwalten
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du deine Lohnabrechnung verwalten kannst:
- Manuelle/DIY-Lohnabrechnung
- Lohnabrechnungssoftware
- Buchhalter:in einstellen (intern oder extern)
- Lohnabrechnungsservices
Jede Option bringt Vor- und mögliche Nachteile mit sich. Hier erfährst du, was du über die einzelnen Varianten wissen solltest.
1. Manuelle/DIY-Lohnabrechnung
Die Do-it-yourself-Lohnabrechnung ist häufig die erste Wahl für Ladenbesitzer:innen, die ihren Shop nebenberuflich führen oder keine konkreten Wachstumspläne haben.
Bei dieser Variante übernimmst du als Inhaber:in sämtliche Aufgaben selbst. Du sammelst alle erforderlichen Unterlagen, reichst Steuern telefonisch oder online ein, leistest Zahlungen und führst alle Lohnabrechnungs- und Beschäftigungsunterlagen eigenständig.
Vorteile
- Kosteneffizient, da du keinen externen Service, kein Tool und keine zusätzliche Person für die Lohnabrechnung bezahlst
- Hohe Transparenz und Kontrolle über Einnahmen, Cashflow und Lohnabrechnungskosten
Nachteile
- Sehr zeitintensiv. Kleine Unternehmer:innen investieren pro Zahlungsperiode bis zu fünf Stunden in die Lohnabrechnung. Jede zusätzliche Einstellung erhöht den Aufwand deutlich.
- Fehler können zu erheblichen Bußgeldern führen, wenn du sie nicht rechtzeitig erkennst.
- Du trägst die volle Verantwortung dafür, steuerliche Vorgaben und gesetzliche Anforderungen stets aktuell zu halten.
Die manuelle Lohnabrechnung eignet sich gut für den Einstieg, wenn du die Lohnabrechnung verwalten möchtest und volle Kontrolle bevorzugst. Gleichzeitig erfordert sie viel Aufmerksamkeit, Zeit und Disziplin, um dauerhaft rechtssicher zu bleiben.
2. Lohnabrechnungssoftware
Lohnabrechnungssoftware ist eine Lösung, mit der du die Lohnabrechnung strukturierst und automatisierst.
Du bleibst weiterhin dafür verantwortlich, dass die richtigen Daten in das System eingegeben werden. Gleichzeitig unterstützt dich die Software dabei, Steuerdokumente zu speichern, Lohnsteuern einzureichen und zu übermitteln, Zahlungen an Mitarbeiter:innen auszuführen und weitere Prozesse zu automatisieren. So musst du viele Aufgaben nicht mehr manuell erledigen und kannst die Lohnabrechnung effizient verwalten.
„DIY funktioniert gut mit einem kleinen Team. Wenn dein Unternehmen wächst, wird es jedoch schnell unübersichtlich. Das liegt nicht nur am hohen Zeitaufwand. Es entsteht auch mehr Raum für Fehler“, sagt Lanai Moliterno, CEO und Gründerin von Sozy.
„Das kann riskant werden. Der Einsatz von Lohnabrechnungssoftware automatisiert viele Prozesse und schützt deine Zeit und dein Unternehmen vor Klagen und teuren Fehlern. Es ist eine kleine zusätzliche Ausgabe. Langfristig zahlt sie sich durch die Zeitersparnis und das gute Gefühl aus, das sie dir gibt.“
Der Einsatz von Lohnabrechnungssoftware automatisiert viele Prozesse und schützt deine Zeit und dein Unternehmen vor Klagen und teuren Fehlern.
Lanai Moliterno, CEO und Gründerin von Sozy
Vorteile
- Hohe Transparenz und Kontrolle über Daten, Berichte, Einreichungen und Abrechnungsverläufe.
- Flexibler Zugriff von verschiedenen Geräten durch cloudbasierte Lösungen.
- Erschwingliche Preise, häufig mit Optionen unter 40 € pro Monat.
Nachteile
- Du bleibst für Fehler verantwortlich. Anbieter von Lohnabrechnungssoftware übernehmen keine Haftung für das Einreichen und Bezahlen von Steuern, die Auszahlung von Gehältern oder die ordnungsgemäße Führung von Unterlagen.
- Je nach Plattform kann eine gewisse Einarbeitungszeit erforderlich sein.
Lohnabrechnungssoftware erinnert dich an anstehende Abrechnungen, ermöglicht Zeiterfassung und Urlaubsfreigaben, informiert dich über steuerliche Änderungen und unterstützt dich dabei, gesetzliche Vorgaben einzuhalten. Zusätzlich verarbeitet sie Leistungsabzüge und weitere lohnrelevante Themen.
Wenn du Shopify POS nutzt, findest du im Shopify App Store zahlreiche Apps, mit denen du die Lohnabrechnung verwalten, Schichtpläne erstellen und Arbeitszeiten erfassen kannst.
Beliebte Optionen sind unter anderem:
3. Buchhalter:in einstellen (intern oder extern)
Du kannst interne Buchhalter:innen einstellen oder mit externen Auftragnehmer:innen zusammenarbeiten. Diese Person unterstützt dich dabei, deine Konten zu führen, deine Finanzen im Blick zu behalten und die Lohnabrechnung zu verwalten.
Bei einer internen Lösung übernimmt die Fachkraft die Lohnabrechnung entweder manuell oder mit Lohnabrechnungssoftware. Beide Varianten funktionieren. Entscheidest du dich für externe Buchhalter:innen, arbeitet diese Person in der Regel mit einem eigenen Prozess und einer eigenen Systemlandschaft, um die Lohnabrechnung ihrer Kund:innen zu verwalten.
Vorteile
- Du gewinnst Zeit und Fokus, da viele Aufgaben und Erinnerungen von deiner To-do-Liste entfallen.
- Du reduzierst Stress, weil du gesetzliche Änderungen und die operative Lohnabrechnung nicht selbst im Blick behalten musst.
- Du hast eine feste Ansprechperson für Fragen zu Finanzen, Steuern, Compliance, Aufbewahrungsfristen und weiteren Themen.
Nachteile
- Du gibst einen Teil der Kontrolle über Einreichungen und Dokumentationen ab.
- Die Kosten können hoch sein und deinen Cashflow belasten, besonders bei einer Vollzeitstelle.
Wenn du dich für diese Option entscheidest, plane ausreichend Zeit für die Auswahl ein. Bitte andere Ladenbesitzer:innen und Unternehmer:innen um Empfehlungen, prüfe Bewertungen, frage nach Referenzen und stelle sicher, dass die Zusammenarbeit zu deinen Anforderungen passt.
4. Lohnabrechnungsservices
Lohnabrechnungsservices oder Unternehmen für Lohnabrechnungsmanagement bieten dir die Möglichkeit, die Lohnabrechnung zu verwalten, indem du sie vollständig an ein professionelles Team auslagerst. Diese Services berechnen Gehälter, reichen Steuererklärungen ein, überweisen Zahlungen an Mitarbeiter:innen, bearbeiten Neueinstellungen und übernehmen weitere Aufgaben rund um die Lohnabrechnung.
Vorteile
- Deutlich weniger Belastung für dich, da ein spezialisiertes Team jedes Detail der Lohnabrechnungsverwaltung übernimmt.
- Umfassende Unterstützung für Unternehmen, die schnell wachsen, sich strukturell verändern, remote einstellen oder Läden in mehreren Ländern betreiben.
Nachteile
- Hohe Einstiegskosten, die mit zunehmendem Wachstum und steigendem Bedarf an Lohnabrechnung und Compliance weiter steigen können.
- Lohnabrechnungsservices eignen sich in der Regel besonders für mittlere und größere Läden, da der Umfang der angebotenen Expertise und Betreuung auf komplexere Strukturen ausgelegt ist.
LOHNABRECHNUNGS-TIPP: Wenn du eine schnelle Möglichkeit suchst, Gehaltsabrechnungen für deine Mitarbeiter:innen zu erstellen, kannst du den Generator für Lohnabrechnungen von Shopify nutzen.
Lohnabrechnung richtig verwalten: Erste Schritte
Richte die Lohnabrechnung so ein und verwalte sie auf eine Weise, die zu deinem Laden passt und zu der Zukunft, die du dir für dein Unternehmen vorstellst.
Mit Shopify POS behältst du den Überblick über deine Einnahmen und verwaltest gleichzeitig alle festen, variablen und gemischten Ausgaben deines Ladens. Dazu zählen unter anderem das Inventar, das du einkaufst, sowie die Kosten für Arbeitskräfte auf Basis deiner Einsatz- und Schichtplanung. So kannst du die Lohnabrechnung verwalten und Arbeitskosten gezielt steuern.
Installiere einfach eine passende App für Lohnabrechnung und Teammanagement aus dem App Store. So übernimmst du noch heute die Kontrolle über Lohnabrechnung, Einsatzplanung und Arbeitskostenverwaltung.
Zusätzliche Recherche und Inhalte von Alexis Damen.
FAQ: Lohnabrechnung verwalten
Wie verwaltest du die Lohnabrechnung?
Die Lohnabrechnung zu verwalten, umfasst mehrere Aufgaben. Dazu zählen die Berechnung der Mitarbeiterlöhne, das Einbehalten von Steuern und Abzügen, die Erstellung von Gehaltsabrechnungen und Überweisungen sowie das Einreichen und Abführen der Lohnsteuern. Um die Lohnabrechnung effizient zu verwalten, kannst du Lohnabrechnungssoftware nutzen oder die Aufgaben an einen Lohnabrechnungsservice auslagern. Wichtig ist, dass das gewählte Lohnabrechnungssystem vollständig in deine Buchhaltung integriert ist, damit Daten nahtlos übertragen werden. Zusätzlich solltest du steuerliche und arbeitsrechtliche Vorgaben regelmäßig prüfen und einhalten.
Ist es schwierig, die Lohnabrechnung zu verwalten?
Die Lohnabrechnung zu verwalten, kann zeitintensiv und anspruchsvoll sein. Mit den richtigen Tools und der passenden Unterstützung muss sie jedoch nicht kompliziert sein. Automatisierte Systeme, Lohnabrechnungssoftware und professionelle Lohnabrechnungsservices helfen dir dabei, Prozesse zu vereinfachen und Fehler zu vermeiden.
Wie behalten kleine Unternehmen die Lohnabrechnung im Blick?
Kleine Unternehmen behalten die Lohnabrechnung meist im Blick, indem sie Buchhaltungs- oder Lohnabrechnungssoftware einsetzen. Diese Tools unterstützen dich dabei, Arbeitszeiten zu erfassen, Löhne zu berechnen, Abzüge korrekt anzuwenden und Zahlungen auszuführen. Zusätzlich kann ein Lohnabrechnungsservice sinnvoll sein, um Unterstützung bei Steuerzahlungen und Meldungen zu erhalten.





